Beike - Audrey Jones Drucken E-Mail
Ataxia
Mittwoch, 13. Februar 2008 um 03:37 Uhr

NAME:
Audrey Jones – Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Manchester

LAND: Großbritannien

ALTER: 75

DIAGOSE: Fortgeschrittenes idiopathisches (ohne erkennbare Ursache) zerebelläres Syndrom mit Gewebsschwund
 
BEHANDLUNGSGRUND: Im Alter von 75 Jahren hatte Audrey Jones ein erfülltes Leben mit vielen erfolgreichen Unternehmungen. Unter anderem war sie anteilige Besitzerin einer von Manchesters führenden Zeitungen und Autorin eines Buches, welches über die Erfahrungen von Kindern während des Zweiten Weltkrieges berichtete, und arbeitete für fast 30 Jahre als Regierungsvertreter in ihrer Heimatstadt Manchester. Ihre harte Arbeit und Engagement gipfelten in ihrer Ernennung von der Königin von England zum Amt der Oberbürgermeisterin von Manchester im Jahr 2003. Es wahr während ihrer Amtszeit als Oberbürgermeisterin als Audrey anfing zu realisieren, dass etwas „nicht ganz richtig“ mit ihrem Gleichgewicht  und ihrer Gehfähigkeit war. Die einst so tatkräftige Frau, welche zu Hause wie auch auf ihrer Arbeit und in ihrer Gemeinschaft immer ein sehr aktives Leben geführt hat, ermüdete nun leicht und bekam zunehmend Schwierigkeiten mit dem Laufen. Obwohl sie entschlossen ihren Verpflichtungen als Oberbürgermeisterin nachkam, benötigte sie viel Unterstützung von ihren zwei sie nun ständig begleitenden Pflegern um alltägliche Dinge zu verrichten, ihr Arbeitspensum aufrecht zu erhalten, oder um lediglich die Treppen hochzusteigen. Es war während ihrer Amtszeit als Oberbürgermeisterin als sie von einem renommierten Spezialisten in England offiziell mit zerebellärer Atrophie (Gewebsschwund) diagnostiziert wurde. Dieser eröffnete ihr, dass ihre Symptome mit der Zeit nur schlimmer werden würden, sie mit Fortschreiten der Krankheit an den Rollstuhl gebunden wäre, und letztendlich in ihrem Tod enden würde. Der Spezialist informierte sie des Weiteren, dass es für sie keine Behandlungsmöglichkeiten gäbe. Er sagte ihr, dass ihre „einzige Hoffnung Stammzellenforschung wäre, aber diese während ihrer Lebzeit nicht erhältlich sein würde“. Dies ließ sie in einer Lehre von Depressionen und Traurigkeit zurück. Ihre Tochter, nicht gewillt so leicht aufzugeben, begann über den Zustand ihrer Mutter und über brauchbaren Behandlungen außerhalb Englands nachzuforschen.


Sie fand schließlich in einem Nachrichtenbericht über einen Mann aus Schottland, mit einem ähnlichen Krankheitsbild und mit Stammzellenbehandlung in China, was sie gesucht hatte. Sobald sie mit ihm Kontakt aufgenommen hatte und sich seine Fortschritte bestätigen lassen hatte, wollten Audrey und ihre Familie „die Möglichkeit ergreifen“ und Reisepläne nach China für sie und ihren Ehemann wurden sofort in Bewegung gesetzt.

BEHANDLUNG:
Transplantation von Nabelschnurstammzellen und Nervenwachstumsfaktor kombiniert mit Akupunktur und Rehabilitationstherapie.

BEGINN DER BEHANDLUNG: 10. Januar 2008

ORT:
Beikes Einrichtungen im Qingdao Hospital

VOR DER BEHANDLUNG: In den Monaten bevor Audrey zu den Behandlungen kam wurde ihr Zustand zunehmend schlechter. Ihr Gang wurde immer unregelmäßiger und instabil. Sie lief mit einem breitbeinigeren Gang als normale Personen, was als „Pinguingang“ bezeichnet wird. Die Füße sind dabei weit auseinander und die Zehen zeigen nach Außen. Zudem hatte sie Probleme ihr Gleichgewicht zu halten. Es war ihr komplett unmöglich Treppen ohne große Hilfe hochzusteigen. Der einzige Ort, an dem sie sich selbstständig bewegen konnte, war ihr eigenes Zuhause und selbst das wurde ihr fast unmöglich. Auf Arbeit im Rathaus war sie gezwungen einen Rollstuhl zu benutzen. Allgemein war sie ermüdet jede Woche weniger Energie zu haben.

NACH DER BEHANDLUNG: Während des Behandlungsablaufs durchlebte Audrey anhaltende Verbesserungen ihrer Symptome. Eine der ersten Dinge die sie nach nur zwei Stammzellenbehandlungen bemerkte war, dass es ihr wieder möglich war Treppen ohne fremde Hilfe zu steigen. Als der Behandlungsablauf weiter fortschritt verbesserten sich ihr Gehvermögen und ihre Koordination. Sie konnte auch in einem normaleren Gang laufen; mit ihren Füßen mehr zusammen und vorwärts zeigend. Zudem war es ihr für zunehmend länger werdende Zeitspannen möglich zu gehen ohne schnell zu ermüden. Zum Beispiel war selbst das Laufen durch einen Raum vor der Behandlung schwierig, aber als sie mit ihrem Behandlungsablauf voranschritt begann sie kurze Strecken mit ihrem Mann außerhalb des Krankenhauses zu laufen.

Am Anfang waren es nur jeweils 5 bis 10 Minuten. In der dritten Woche konnte sie täglich 20 Minuten lang spazieren gehen. Zur Sicherheit brachte sie weiterhin ihren Rollstuhl mit aber fand, dass sie nicht länger in ihm sitzen brauchte und benutzte ihn, um sich am Ende des Spazierganges zu stabilisieren, wenn sie sich schwach zu fühlen begann. In der vierten Woche genossen Audrey und ihr Ehemann tägliche Spaziergänge durch Qingdao für jeweils bis zu 30 Minuten.

Interviews mit Audrey während ihres Chinaaufenthalts:
Selbstvorstellung
Ihre Diagnose
Warum sie nach China kam
Ihre Symptome kurz bevor sie Manchester verließ
Ihre Erfahrungen mit Physiotherapie in China
Verbesserungen ihres Zustandes nach dem Behandlungsablauf
Ihre Pläne nach ihrer Rückkehr nach Zuhause
Endgedanken über ihren Aufenthalt in China

Videos von Audreys Physiotherapie
Am Anfang der Behandlung
Gehen ohne Hilfe
Gehen über Klötze
Am Ende der Behandlung
Gehen ohne Hilfe
Gehen über Klötze

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. Juli 2010 um 16:05 Uhr
 

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